
Diesen Artikel habe ich bei der Renovierung einer Wohnung gefunden. Er ist von 1988 und es ist auch heute noch ein wichtiges Thema. Erstaunlich, dass nach über 30 Jahren sich nichts geändert hat. Durch Corona hat dieses Thema noch mehr Wichtigkeit erfahren. Ich hoffe sehr, dass alle Verantwortlichen und Entscheider dem Beruf die Aufmerksamkeit geben, den er braucht. Es geht um den Verdienst, aber auch die Arbeitsbedingungen, die besser gestaltet werden müssen. Im Grunde, so finde ich, sind Krankenschwester und Pfleger schöne Berufe. Aber leider ist das ganze System gegenwärtig zu sehr auf Wirtschaftlichkeit getrimmt. Die Arbeitspläne lassen keine Zeit, für die menschliche Seite, die viele Patienten brauchen: kranke und pflegebedürftige Menschen brauchen Kontakt zu ihren Pfleger*innen um gesunden zu werden. Sie sind oft die Bezugsperson, in vielen Situationen der Ersatz für Mutter, Vater, Seelsorge, Freunde, Schwester, Bruder …. Aber leider ist ihr Arbeitstag so voll und verplant, dass sie keine Zeit haben zu reden und Mal die Hand zu halten, was sehr schade ist. Krankheit und gesund werden sollte nicht so stark der Gewinnorientierung unterworfen sein und zu Lasten des Personals gehen, das sich um die Patienten kümmert. Die Arbeit des Pflegepersonals, z.B. bei der häuslichen Pflege, ist in einzelne Handgriffe unterteilt, die ein Patient erhält oder nicht. Das wird der Pflegesituation nicht gerecht, weil es kein ganzheitliches Denken ist und frustriert alle beteiligten.
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